Mit ziemlicher Sicherheit kennt jeder Mensch Nasenbluten. Sei es als Kind oder als Erwachsener, selbst oder bei anderen - Nasenbluten tritt recht häufig auf. Dennoch wissen viele weder wie Nasenbluten entsteht, noch wie man richtig reagiert, wenn man entweder selbst oder jemand anderes Nasenbluten hat.
Was passiert eigentlich beim Nasenbluten?
Grundsätzlich ist unübersehbar, was beim Nasenbluten passiert. Oft aus heiterem Himmel fließt mehr oder weniger Blut aus der Nase. Das ganze sieht ziemlich dramatisch und erschreckend aus. Doch woher kommt das Blut? In den meisten Fällen ist beim Nasenbluten der vordere Bereich des Nasenraums betroffen – hier meist die stark durchblutete Nasenscheidewand. Verletzungen entstehen dort leicht durch mechanische Reize, Schläge oder Stöße auf oder gegen die Nase. Das Putzen der Nase oder körperliche Anstrengungen können auch eine Ursache für das Nasenbluten sein.
Welche Gefahren bestehen beim Nasenbluten?
Grundsätzlich kann man Nasenbluten als ungefährlich einstufen. Zumindest solange die Blutung im vorderen Teil der Nase entstanden ist. Problematisch wird es dann, wenn das Nasenbluten sein Ursprung im hinter Bereich des Nasenraumes hat oder eine arterielle Blutung vorliegt. Der Reihenfolge ihrer Häufigkeit nach sind folgende Gefahren beim Nasenbluten zu nennen.
Angstreaktionen – vielfach sind Menschen durch das plötzlich auftretende Nasenbluten erschreckt und ängstlich. Mancher kann überhaupt kein Blut sehen, andere nur keine eigenes. In allen diesen Fällen können Angstreaktionen auftreten.
Häufig kommt es zur Übelkeit was in der Folge sogar zum Erbrechen führen kann. Hier besteht die Möglichkeit von gesteigerter Angstreaktion und auch von Folgeverletzungen bei Schwindel oder Sturz.
Wenn das Blut nicht nach außen abläuft, kann es eingeatmet werden, was bei geschwächten Personen dann bis zur Bewusstlosigkeit mit allen Folgen für den Betroffenen führen kann.
Dauert das Nasenbluten länger an, besteht die Gefahr eines hohen Blutverlusts. Als Folge eines zu hohen Blutverlusts besteht die Gefahr, dass ein Volumenmangelschock auftritt.
Nasenbluten und Erste-Hilfe
Wenn man sich die auch oben aufgeführte Liste möglicher Gefahren ansieht, lassen sich daraus bereits die Maßnahmen der Ersten Hilfe beim Nasenbluten ableiten.
Am wichtigsten ist es den Betroffenen zu betreuen, ganz egal ob es nun schon eine gefährlich Situation durch das Nasenbluten gibt oder nicht. Verletzte sind zu betreuen – dieser Grundsatz gerät allzu leicht in Vergessenheit, weil man sich auf die Verletzung, das Verletzungsbild konzentriert. Betreuen bedeutet den Verletzen beruhigen. Damit minimiere ich Risiken die aus einer Angstreaktion entstehen.
Dazu gehört die richtige Lagerung des Verletzen, indem man ihn anhält, eine sitzende Position einzunehmen. Die Beine sollten angewinkelt sein und etwas gegrätscht aufgesetzt werden. Der Kopf wird dabei nach vorne geneigt, um ein Abfließen des Blutes zu gewährleisten und so zu verhindern, dass das Blut in den Rachenraum gelangt. Damit wird Übelkeit und dem Einatmen des Blutes entgegengewirkt. In diesem Zuge sollte sich der Ersthelfer versuchen, sich ein Bild davon machen, um welche Art Nasenbluten es handelt und wie viel Blut austritt. Helles Blut oder sogar pulsierend austretenden Blut sind Anzeichen dafür, dass es sich um eine arterielle Blutung handelt. Hier besteht das Risiko eines hohen Blutverlustes. Es ist deshalb erforderlich, den Betroffen so lange zu betreuen, bis das Nasenbluten aufhört oder bei anhaltendem Bluten eine Übergabe an den Rettungsdienst oder einen Arzt stattgefunden hat.